Wissen
Auf den nächsten Seiten werden die Grundlagen zu Schiffsbeteiligungen übersichtlich dargestellt. Im Glossar sind alle wesentlichen Begriffe rund um das Thema kurz aufgeführt. Zudem wird erläutert, wie Schiffsbeteiligungen funktionieren und wer die beteiligten Partner sind. Im Bereich FAQ (Frequently Asked Questions) wurden häufig gestellte Fragen zusammengefasst und beantwortet. .
Glossar
Alphabetische Auflistung von Begriffen, die für Schiffsbeteiligungen relevant sind.
A-Ba
Abfindung(sguthaben)
Für die Beendigung einer Rechtsstellung (z.B. der Zugehörigkeit zu einer Gesellschaft als Gesellschafter) durch die Gesellschaft zu zahlender Geldbetrag
Ablieferung/Übergabe
Zeitpunkt, zu dem die Werft bzw. der Verkäufer das Schiff an die Reederei übergibt.
Abschreibung oder AfA
Die AfA (Absetzung für Abnutzung) soll den Wertverlust eines Wirtschaftsgutes widerspiegeln. Die Berechnung erfolgt nach gesetzlichen Vorschriften. Die AfA mindert das zu versteuernde Einkommen, ohne dass Ausgaben damit verbunden sind. In der AfA-Tabelle werden die gewöhnlichen Nutzungsdauern der gebräuchlichsten Wirtschaftsgüter dargestellt.
Absicherung
Die Kurse der Aktien, Renten und Devisen unterliegen Schwankungen, die mit Hilfe von modernen Finanzinstrumenten (Futures, Optionen etc.) im Fondsvermögen abgesichert werden können.
Abtretung
Dient zur Sicherheit von Forderungen Dritter, z.B. zur Sicherung eines Hypothekendarlehens.
Abzinsung
Ermittlung der bis zum Ende der Laufzeit anfallenden Zinsen, die bereits bei der Ausgabe von dem künftigen Rückzahlungswert abgezogen werden. Der Abzinsungsbetrag entspricht somit dem Betrag zwischen Ausgabepreis und höherem Nennwert.
Agio
Aufgeld: Geldbetrag, der von einem Kapitalanleger zusätzlich zu der vereinbarten Kapitaleinlage an die Gesellschaft zu zahlen ist.
American Bureau of Shipping (ABS)
Renommierte amerikanische Klassifikationsgesellschaft
Ankaufsrecht
Recht, einen Gegenstand innerhalb einer bestimmten Zeit zu einem bestimmten Preis und unter bestimmten Bedingungen zu erwerben. Das Ankaufsrecht ist – im Gegensatz zum Vorkaufsrecht – gesetzlich nicht geregelt. Kann durch Vormerkung im Grundbuch eingetragen werden.
Anlaufkosten
Kosten, die bei Gründung bzw. Start eines Unternehmens oder Konzeption eines Fonds entstehen, wie zum Beispiel für Rechtsberatung, steuerliche Beratung, Notarkosten und andere Gebühren.
Anleger
Ein Zeichner von Anteilen
Annuität
Gleichbleibende Leistungsrate für ein Darlehen, bei dem im Laufe der Zeit der Tilgungsanteil in Höhe der ersparten Zinsen zunimmt, während der Zinsanteil innerhalb der Annuität abnimmt, da die anfallenden Zinsen nach der jeweils reduzierten Restschuld berechnet werden.
Annuitätendarlehen
Darlehen mit gleich bleibender Ratenzahlung, der Annuität
Anschlussfinanzierung
Nach Ablauf einer bestehenden Finanzierung sich anschließende Finanzierung
Anteilsfinanzierung
Möglichkeit für Anleger zur Finanzierung des Eigenkapitalanteils durch Fremdkapital, welche i.d.R. auf die Bonität des Zeichners abgestellt ist.
Ausflaggung
Eine Reederei lässt ein Schiff in das Schiffsregister eines anderen Staates eintragen, um Schiffskosten wie Personalkosten und Steuern zu reduzieren und nicht den deutschen Bemannungsvorschriften unterworfen zu sein.
Ausschüttung
Geldbetrag, den eine Gesellschaft ihren Gesellschaftern auszahlt. Die Ausschüttungen einer Kommanditgesellschaft stellen handelsrechtlich und steuerlich so genannte Entnahmen dar und können höher oder niedriger als der Gewinn sein.
Auszahlungskurs
Prozentsatz des Darlehensbetrages, der nach Abzug des vereinbarten Disagios (Damnums) verbleibt
Avalgebühr
Gebühr der Kreditinstitute für die Übernahme einer Bankbürgschaft
b.a.w.-Konditionen
Konditionen, die nur "bis auf weiteres" gegeben werden (Gleitzinsdarlehen)
Backbord
Linke Seite des Schiffes in Fahrtrichtung, rote Kennung (Gegenteil: Steuerbord)
Ba-Bu
Ballasttanks
Zur Stabilisierung ist jedes Schiff mit Ballasttanks ausgestattet, um je nach Beladung die gewichtsmäßige Belastung auszugleichen.
Barausschüttung
siehe Ausschüttung
Bareboat Charter
Die Vermietung eines Schiffes ohne Besatzung und Wartung.
Bauaufsicht
Der Bau eines Schiffes wird, meist durch den Vertragsreeder, durch fachlich qualifiziertes Personal überwacht.
Befrachter
Siehe Charterer
Befrachtungs- und Adresskommission
Vergütung für die Vermittlung der Charter in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes der Charterrate. Meistens wird darüber hinaus eine Adresskommission von der Reederei an den Charterer bzw. dessen Makler gezahlt.
Beirat
Gesetzlich nicht vorgeschriebenes Organ einer Gesellschaft, häufig mit Beratungs- und Überwachungsaufgaben, meistens ohne das Recht zur Erteilung von Weisungen an die Geschäftsführung
Beitrittserklärung
Zeichnungsschein, der dem Beteiligungsprospekt als Anlage beigefügt ist. Der Anleger tritt mit der Unterzeichnung der Beteiligungsgesellschaft mit dem in dem Zeichnungsschein eingesetzten Betrag bei. Erst durch die Annahme durch den Treuhänder ist der Beitritt des Anlegers wirksam; der Anleger erhält eine Annahmeerklärung der Treuhandgesellschaft (siehe Treuhandgesellschaft).
Bereederung
Die Bereederung beinhaltet die technische und kommerzielle Betreuung des Schiffes. Hierzu gehören im Wesentlichen: Bemannung, Einkauf von Ersatzteilen und Organisation von Reparaturen, Abschluss von Versicherung und Verproviantierung.
Bereederungsvertrag
Wird zwischen der Beteiligungsgesellschaft und dem von ihr beauftragten Bereederer (siehe Vertragsreeder) geschlossen und beinhaltet den Umfang der vom Bereederer zu erbringenden Dienstleistungen sowie die Vergütung hierfür.
Beteiligungsgesellschaft
Eigentümergesellschaft, meist in Form einer GmbH & Co. KG.
Beteiligungsprospekt
Erklärende verbindliche Broschüre mit wesentlichen Eckdaten und Verträgen der offerierten Beteiligung
Betriebsergebnis
Ergibt sich aus dem Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, also der Differenz zwischen z.B. den Chartereinnahmen und der Summe aus Schiffsbetriebskosten, Werftkosten, Bereederung und Befrachtung, Gesellschaftskosten sowie Zinsaufwendungen.
Betriebskosten/Schiffsbetriebskosten
Kosten, die nach Abschluss der Investitionsphase während des laufenden Betriebes eines Unternehmens, hier des Schiffes, anfallen. Dazu zählen im Einzelnen: Kosten für Personal, Ausrüstung, Reparaturen, Schmieröl, Versicherungen, Besichtigungen und sonstige Kosten.
Bonität
Zahlungsfähigkeit und -willigkeit von Personen und Unternehmen; dient als Basis für deren Kreditwürdigkeit.
BRT Brutto-Register-Tonne
Gibt die Transportkapazität des Schiffes bei seefester Ladung an.
Bruttocharterrate
Festgelegter Preis für die Überlassung eines Schiffes in der Regel in US-Dollar oder Euro pro Tag oder pro Monat
BRZ (Bruttoraumzahl)
Maß, das den gesamten umbauten Raum eines Schiffes angibt.
Bugstrahlruder
Propeller in einem Unterwassertunnel im Vorderteil (Bug) des Schiffes. Ermöglicht Querbewegung oder Drehen des Schiffes und unterstützt Manöver in engen Revieren, z. B. Häfen.
Bulker (Bulkcarrier)
Frachtschiff zur Beförderung von losen Massengütern / trockenem Schüttgut (engl. bulk = Masse), wie zum Beispiel Kohle, Erz und Getreide.
Bundesministerium der Finanzen (BMF)
Zu den Aufgaben des Bundesministerium der Finanzen zählen die Bereiche Zölle und Steuern sowie die nationale, internationale und EU Finanz-, Währungs- und Wirtschaftspolitik.
Bu-De
Bunkerkosten
Treibstoffkosten für ein Schiff.
Capesize
Größenbezeichnung für Schiffe, die aufgrund ihrer Größe nicht mehr durch den Suezkanal fahren können und daher das Kap der Guten Hoffnung umrunden müssen (Schiffe ab etwa 240.000 tdw Tragfähigkeit).
Car Carrier
Schiff für den Transport von Fahrzeugen, insbesondere Autos.
Cargo
Ladung
Charterer
Mieter oder Pächter eines Schiffes für einen festgelegten Zeitraum (timecharter) oder eine Strecke (tripcharter/voyagecharter)
Charterrate
Der „Mietzins“ für die Überlassung eines Schiffes. Die Charterrate wird i.d.R. in USD pro Tag gezahlt.
Chartervermittlung
Siehe Befrachtungskommission.
Chartervertrag
Wird zwischen dem Charterer und dem Eigentümer des Schiffes für die Beschäftigung (Zeitperiode oder Reise, siehe Charterer) des Schiffes geschlossen.
Container
Standardisierter Behälter. Da diese Metallbehälter genormt sind, sind sie berechenbar zu be- und entladen, sicher zu verschließen und problemlos im Schiffsverkehr einzusetzen. Einheit TEU und FEU (siehe TEU und FEU).
Containerarten
Kühlcontainer (Reefer) Container mit eigener Kühlung bzw. Anschlussmöglichkeiten für die Kühlvorrichtungen an Bord der Containerschiffe; erfordert spezielle Reefer-Stellplätze mit Kühlcontaineranschluss.
Isolierter Container (Insulated Container)
Tankcontainer
Automobilcontainer
Belüfteter Container (Ventilated Container)
Bulk-Container: für Schütt- und Massengut
Flat Racks: bestehen aus einer Bodenplatte mit zwei Seitenwänden an den Längsenden für sperrige Güter.
Containerbrücke
Spezieller landseitiger Kran für den Containerumschlag.
Containerfeeder
Es handelt sich hierbei um Containerschiffe in einer Größenordung bis 3.000 TEU. Sie transportieren in der Regel die Container von den größeren Häfen in die kleineren.
Containerumschlag
Anzahl von Containern, die in einem Hafen von Land an Bord oder umgekehrt geladen werden.
Crude Oil
Englische Bezeichnung für bereits von Wasser, Salz und Gasen gereinigtes Erdöl. Im internationalen Handelsverkehr wird häufig nur die Abkürzung Crude benutzt.
Dachfonds
Kaufen Anteile anderer Fonds, so genannter Zielfonds. Das können hauseigene oder Produkte fremder Gesellschaften sein.
Degressive Abschreibung
Degressive AfA (Absetzung für Abnutzung): Abschreibungsmethode, bei der die jährliche Abschreibung mit fallenden Jahresbeträgen - Prozentwert vom jeweiligen Restbuchwert des Wirtschaftsguts - errechnet wird.
Det Norske Veritas (DNV)
Renommierte norwegische Klassifikationsgesellschaft
Deutsches Internationales Zweitregister
Um das Ausflaggen des Schiffes aus dem deutschen Seeschiffsregister zu verhindern, bietet die Bundesregierung deutschen Reedern an, ihre Schiffe in das sog enannte Zweitregister einzutragen. So können ausländische Mannschaftsdienstgrade angeheuert und nach Heimattarifen entlohnt werden. Der Kapitän und die Offiziere sind weiterhin deutsch; das Schiff fährt unter deutscher Flagge. So dient eine wettbewerbsfähige (Personal-) Kostensituation dem Erhalt der deutschen Handelsflotte.
Devisentermingeschäft
Sicherungsinstrument zur Minimierung des Fremdwährungsrisikos gegenüber der Fondswährung (z.B. Euro). Wichtig, da Erlöse und Kosten oft in unterschiedlichen Währungen anfallen.
Di-Fi
Direktkommanditist
Kommanditist, der sich direkt und nicht über Treuhänder an der Gesellschaft beteiligt.
Disagio
Differenz zwischen Rückzahlungsbetrag (Nominalbetrag) und Auszahlungsbetrag eines Darlehens. Dadurch verringert sich der Nominalzins. Das Disagio (Auszahlungsverlust) kann unter bestimmten Umständen (einkommen-)steuermindernd wirken.
Dockung
Regelmäßig muss ein Schiff für die vorgeschriebenen Wartungsarbeiten in ein Dock einfahren. Hierbei werden z. B. die technischen Anlagen gewartet und der Schutzanstrich der Außenhaut erneuert.
Doppelboden
Hierbei ist der Schiffsboden in einer Art Sandwich-Bauweise doppelt abgesichert. Dies erhöht den Schutz bei Grundberührung oder anderen potenziellen Leckagen. Der Raum zwischen den beiden Böden wird oft zur Stabilisierung genutzt.
Doppelhülle
Hierbei hat der gesamte Schiffskörper eine zweite Wand. Dies spielt gerade bei Tankschiffen eine große Rolle, da der Schutz vor einem Leck deutlich erhöht wird.
Dwt
Engl. Abkürzung für „Deadweight“, maximal zulässige Ladefähigkeit eines Schiffes in Tonnen
Eigenkapital
Dem Unternehmen von seinen Eigentümern, im Gegensatz zum Fremdkapital, ohne zeitliche Beschränkung und ohne feste Verzinsung zur Verfügung gestelltes Kapital
Einkommen, sonstiges zu versteuerndes
Bildet grundsätzlich die Bemessungsgrundlage, auf die der Einkommensteuertarif angewendet wird, also die Summe der Einkünfte abzüglich Sonderausgaben (wie z.B. Kirchensteuer), außergewöhnliche Belastungen, Freibeträge (wie z.B. Kinderfreibeträge).
Eisklasse
Die Schiffe sind speziell für den Einsatz in nördlichen/arktischen Gewässern gebaut. Viele Bauteile sind verstärkt, teilweise sind die Schiffe sogar als Eisbrecher einsetzbar.
Emission
Allgemein die Ausgabe von Anteilsscheinen, wie z.B. Aktien. Im Rahmen der Fondsfinanzierung ist die Ausgabe bzw. die Vermittlung von Kommanditanteilen an renditeorientierte Anleger gemeint.
Emissionshaus
Das Emissionshaus übernimmt im Rahmen der Fondsfinanzierung wesentliche Aufgaben, wie z.B. die Beratung bei der Fondskonzeption, Erstellung des Beteiligungsprospektes, Finanzierungsvermittlung und die Ausgabe von Kommanditanteilen.
Emissionsprospekt
Angebotsbroschüre mit wesentlichen Eckdaten und Verträgen des geschlossenen Fonds.
Erbschaft- und Schenkungsteuer
Der anteilige Wert des Betriebsvermögens der Gesellschaft bildet bei jedem Gesellschafter die Grundlage für etwaige erbschaft- und schenkungsteuerliche Feststellungen. Basis der Bewertung sind die Buchwerte der Gesellschaft. Betriebsvermögen wird unabhängig vom Verwandtschaftsgrad im Ergebnis stets nach dem günstigen Tarif der Steuerklasse I versteuert. Voraussetzung für die Vergünstigungen ist jedoch, dass die Beteiligung oder die Gesellschaft nicht innerhalb von 5 Jahren nach dem Erwerb aufgegeben wird.
Ergebnispoolung
Die Ergebnisse jedes einzelnen Schiffes eines Pools (vgl. dort) werden zusammengefasst und anschließend nach einem vereinbarten Schlüssel wieder den Schiffen zugewiesen.Auf diese Weise können Marktschwankungen für einzelne Schiffe ausgeglichen und verstetigt werden.
Feederschiff
Zubringer-Schiff, das die Anlieferung bzw. Verteilung von Teilladungen besorgt. Kleinere Einheiten unter 3.000 TEU werden häufig als Feederschiffe im Mittelmeer und in der Ost-und Nordsee eingesetzt.
Festcharter
Hierbei wird ein Vertrag zwischen Schiffseigner und Chartergesellschaft über einen bestimmten Zeitraum mit einer festen Charterrate abgeschlossen.
FEU
Forty-foot equivalent unit. 40 Fuß (rd. zwölf Meter) langer, genormter Container
Finanz- und Investitionsplan
Der Plan besteht aus zwei Elementen: Unter "Mittelherkunft" wird die Herkunft der für die geplante Investition erforderlichen Mittel (Kommanditeinlagen, Agio und Bankdarlehen) dargestellt („Finanzplan"). Unter "Mittelverwendung" wird die Verwendung dieser Mittel für die Durchführung der Investition dargestellt unter Aufschlüsselung der einzelnen Investitionskosten („Investitionsplan").
Fi-Ha
Finanzmathematisches Ergebnis
Zum objektiven Vergleich verschiedener Anlageformen bedarf es einer finanzmathematischen Methode, die unabhängig von den individuellen Anlagecharakteristika anwendbar ist. I.d.R wird hierfür die Methode des „Internen Zinsfußes“ (IRR) angewandt (siehe Interner Zinsfuß).
Flagge
Bezeichnung für die Nationalität des Staates, in dem das Schiff mit Heimathafen registriert ist
Fondskapital
Summe der vermittelten Kommanditanteile. Es stellt den wesentlichen Teil des Eigenkapitals der Beteiligungsgesellschaft dar.
Fondsliquidation
Nach Veräußerung der Investitionsobjekte wird der Fonds liquidiert (aufgelöst) und die Gesellschafter erhalten ihrem Gesellschaftsanteil entsprechende Liquidationsausschüttungen.
Fondsvolumen
Besteht zum einen aus dem in die Fondsgesellschaft eingebrachten Kapital der Anleger (Eigenkapital) und zum anderen aus dem Fremdkapital durch Darlehen.
Freibord
Abstand zwischen dem obersten Deck und der Wasseroberfläche, wenn das Schiff auf seinen maximalen Tiefgang abgeladen ist. Definiert eine Beladungsgrenze des Schiffes.
Fremdkapital
Der Teil der Finanzierung, der über Darlehen bereitgestellt wird, heißt Fremdkapital. Das Fremdkapital ergibt zusammen mit dem Eigenkapital die zum Erwerb benötigten Finanzmittel.
Fungibilität
Rechtsbegriff für Vertretbarkeit. Bei Fondsgesellschaften ist die Möglichkeit der Veräußerung oder Übertragung von Kommanditanteilen gemeint.
Gear
Das eigene Ladegeschirr eines Schiffes
Germanischer Lloyd (GL)
International renommierte Klassifikationsgesellschaft. („TÜV" für Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik, Meerestechnik). Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen
Geschlossene Fonds
Gesellschaften, die eine fest definierte Summe, das Fondskapital, zur Finanzierung größerer Investitionsprojekte an mehrere Anleger emittieren
Gesellschafter
Durch die Beteiligung an einem geschlossenen Fonds wird der Anleger zum Gesellschafter. Ist der Fonds in der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft gegründet, nennt man den Gesellschafter Kommanditist.
Gesellschafterversammlung
Jährliche, regelmäßige (ordentliche) oder seltener unregelmäßige (außerordentliche) Versammlung der Fondsgesellschafter. Wesentliches, durch den Gesellschaftsvertrag geregeltes Forum der Anlegermitbestimmung. Wird häufig im schriftlichen Umlaufverfahren durchgeführt.
Gesellschaftskosten
Verwaltungskosten für die Buchhaltung und die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses der Gesellschaft, Steuerberatung, Treuhandvergütung sowie die Komplementärvergütung
Gesellschaftsvertrag
Geschäftsgrundlage für die Kapitalanlage. Regelt insbesondere Unternehmensziel, Kapitaleinlagen, Rechte und Pflichten von Gesellschaftern und Geschäftsführung, Ergebnisverteilung, Informations-, Kontroll- und Mitbestimmungsrechte der Anleger, Anteilsübertragung, Kündigung und Abfindungsguthaben sowie Auflösung (Liquidation) der Beteiligungsgesellschaft.
GmbH & Co. KG
Rechtsform, die in ihrer Konstruktion eine Personengesellschaft und eine Kommanditgesellschaft ist und an der eine GmbH als Komplementär, d.h. als persönlich haftender Gesellschafter allein oder zusammen mit anderen Komplementären beteiligt ist.
Gründungskosten
Enthält Kosten der Gesellschaftsgründung sowie Kosten im Zusammenhang mit der Fondskonzeption und Prospekterstellung.
Haftsumme
Der Betrag, mit dem ein Gesellschafter im Handelsregister eingetragen ist und der die Haftung dieses Gesellschafters gegenüber Gläubigern der Kommanditgesellschaft begrenzt.
Haftung des Kommanditisten
Nach der vollständigen Erbringung der Kommanditeinlage ist die Haftung der Kommanditisten bis auf die Wiedereinlage erfolgter Ausschüttungen ausgeschlossen.
Ha-Ko
Handelsregister (HR)
Öffentlich geführtes Verzeichnis für Kaufleute und Handelsgesellschaften. In das beim Registergericht (Amtsgericht) geführte Handelsregister sind bestimmte Vorgänge einzutragen, deren Eintragungspflicht sich aus dem Handelsgesetzbuch und verschiedenen anderen Gesetzen ergibt.
Havarie (auch Havarei)
Schaden an Schiff und / oder Ladung
HAX
„Hamburg Index“. Er wird errechnet aus den von Hamburger Befrachtungsmaklern gemeldeten Abschlüssen für Containerschiffe. Daraus wird der Durchschnittswert in USD pro Tag und Slot für verschiedene Schiffskategorien errechnet.
Heavy-Lift-Kapazität
Fähigkeit, auch besonders schwere Packstücke, sog. Schwergut, mit eigenem Ladegeschirr oder Kränen zu laden.
Hub and Spoke
Liniensystem, das von den großen Häfen speichenartig ausgehend die kleineren Häfen mit Feederschiffen versorgt
IMO (International Maritime Organisation)
Beratende zwischenstaatliche Schifffahrtsorganisation zur Erhöhung der Schiffssicherheit (Seestraßenordnung, Seerecht) und zur Verhütung von Meeresverschmutzung durch Schiffe
Initiator
Anbieter, der allein oder zusammen mit anderen Anbietern ein Investitionsprojekt auflegt (initiiert) oder der öffentlich privates Anlagekapital für ein solches Projekt einwirbt. Siehe Emissionshaus.
Interner Zinsfuß (IRR = Internal Rate of Return)
Finanzmathematische Methode zum objektiven Vergleich verschiedener Anlageformen, die die Ein- und Auszahlungsströme einer Kapitalanlage unter bestimmten Zins- und Zeitannahmen gegenüberstellt. Das Ergebnis stellt die tatsächlich in einem Investitionsobjekt steckende Verzinsung dar.
Investitions- und Finanzierungsplan
Übersicht über die Verwendung der für eine Investition benötigten Mittel (Investitionsplan) und über die Herkunft dieser Mittel (Finanzierungsplan)
ISL
Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik in Bremen. Erstellt und veröffentlicht zahlreiche Statistiken zur Entwicklung der Schifffahrtsmärkte.
ISM Code
International Safety Management Code. Ziel ist die Schaffung von Normen für Maßnahmen zur sicheren Betriebsführung von Schiffen und zur Vermeidung von Umweltkatastrophen.
Kühlschiff
Spezialfrachtschiff mit Kühleinrichtung für den Transport von verderblichen Lebensmitteln
Kapitalkonto
Dient bei Personengesellschaften dem Ausweis des Eigenkapitals individuell für jeden Gesellschafter und spiegelt die Bewegungen der Kapitaleinzahlung, zugewiesene Ergebnisanteile sowie Ausschüttungen bzw. weitere Einlagen wider.
Kapitalrückfluss
Der Kapitalrückfluss ist die Summe der an den Anleger gezahlten laufenden Ausschüttungen, der Anteil am Verkaufserlös des Schiffes und den Steuerminderungen.
Kasko
Schiffsrumpf ohne Aufbauten, Schiff ohne Ladung
Klasse
Die von Klassifikationsgesellschaften erteilte und in Register und Zertifikate eingetragene Klasse definiert die Bauausführung und den Erhaltungszustand von Schiffskörper und Ausrüstung.
Klassezeichen
Buchstaben- und Zifferkombination, welche die Bauausführung und den Erhaltungszustand von Schiffskörper und Ausrüstung ausdrückt
Klassifikationsgesellschaft
Eine Art TÜV für Schiffssicherheit, -konstruktion, -technik und Meerestechnik. Organ für die Zertifizierung nach international standardisierten Management- und Qualitätssystemen (z.B. ISO-Normen).
Kleine Fahrt
Fahrt in küstennahen Gewässern; z.B. Nord- und Ostseefahrt
Knoten (kn)
Schiffsgeschwindigkeitseinheit gemessen in nautischen Meilen (Seemeilen) pro Stunde. 1 Knoten = 1 Seemeile pro Stunde = 1,852 km/h
Ko-Mt
Kommanditbeteiligung
Anteil eines Kommanditisten an einer Kommanditbeteiligung. Die Höhe der Kommanditbeteiligung ist regelmäßig für den Anteil des Kommanditisten am Ergebnis (Gewinn oder Verlust) und am Vermögen der Kommanditgesellschaft sowie für die Verwaltungsrechte des Kommanditisten (wie z.B. das Stimmrecht) von Bedeutung.
Kommanditgesellschaft
Eine Personengesellschaft mit mindestens zwei Gesellschaftern, wovon mindestens einer mit seinem gesamten Vermögen haftet (dies ist der Komplementär) und einer bis zur Höhe seiner Einlage (dies ist der Kommanditist).
Kommanditist
Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (Personengesellschaft), der grundsätzlich nur bis zur Höhe seiner Kommanditeinlage haftet (Anleger).
Komplementär
Der Komplementär ist der voll haftende Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft. Seine Haftung umfasst sein gesamtes Vermögen. Übernimmt eine GmbH die Stellung eines Komplementärs, ist das Haftungsrisiko auf das Gesellschaftsvermögen begrenzt.
Konzeption
Bezeichnung für die Gestaltung einer Investition. Hierunter fallen alle relevanten Vorarbeiten, Ausarbeitungen und Kalkulationen sowie das fertige Finanzierungsmodell.
Ladefähigkeit
Maximales Ladegewicht, das ein Schiff aufnehmen kann.
Ladegeschirr
Bordeigene Kräne, die unabhängig von vorhandenen technischen Einrichtungen in kleineren Häfen das Be- und Entladen ermöglichen
Lineare Abschreibung
Abschreibung mit gleichen Beträgen bezogen auf die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Wirtschaftsguts in Prozent. Gegensätzliche Methode ist die degressive Abschreibung.
Linienschifffahrt
Im Gegensatz zur Trampschifffahrt der Einsatz von Schiffen nach Fahrplan mit festen Anlaufhäfen und Terminen. Die Häfen werden unabhängig vom Ladungsaufkommen bedient.
Liquidation
Beendigung der laufenden Geschäfte, Einziehung der Forderungen, Umsetzung des übrigen Vermögens in Geld und Befriedigung der Gläubiger einer aufgelösten Gesellschaft (geregelt in §§ 145 bis 158 HGB)
Liquidität
Fähigkeit eines Unternehmens, alle fälligen Verbindlichkeiten fristgerecht zu erfüllen. Zahlungsmittel können mehr oder weniger liquide sein, je nach dem wie schnell über sie verfügt werden kann.
Liquiditätsreserve
Hier: Geldmittelreserve der Beteiligungs- oder einer Fondsgesellschaft für unvorhergesehene Ausgaben
Lloyd´s Register
Die größte Klassifikationsgesellschaft der Welt mit Sitz in London
Loss-of-hire
Übersetzt: Erlösausfall. In Zeitcharterverträgen wird die Unterbrechung der Zahlung des Charterentgeldes durch die Off-Hire-Klausel geregelt, z.B. wenn das Schiff durch einen Maschinenschaden nicht einsatzbereit ist. Dieses Risiko wird i.d.R. versichert.
Massen-Stückgut
Bezeichnung für große, aber einheitlich verpackte Mengen an Stück- und Schüttgütern, z.B. Feinbleche, Eisendraht, Maschinen, Paletten und Getreide in Säcken
Massengüter
Bezeichnung für alle losen Schütt- und Flüssiggüter, für die eine Mengenangabe in Stück nicht möglich ist. Zur Trockenladung gehören z. B. Bauxit, Erze und Getreide, zur Tankladung flüssige Chemikalien, Pflanzenöle und Rohöl/Erdöl. Gegenteil: Stückgüter.
Mindestbeteiligung
Der vom Anleger zu zeichnende Kommanditanteil soll einem definierten Mindestbetrag entsprechen, um den Verwaltungsaufwand in vernünftiger Relation zu halten.
Minor Bulks
Trockene Massengüter, die in kleineren Partien verladen werden, wie z.B. Phospat, Bauxit, Zement, Zucker, Sojabohnen, Kunstdünger, landwirtschaftliche Produkte.
Mittelverwendungskontrolle
Kontrolle der Verwendung der von Kapitalanlegern eingezahlten Gelder, z. B. durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
MS
Abkürzung für Motorschiff
MT
Abkürzung für Motortanker
Mu-Pr
Multipurpose-Carrier
Deutsch: Mehrzweckschiff, das im Gegensatz zu Spezialschiffen wie Containerschiffen, Tankern, Fähren oder Kühlschiffen mehrere Ladungsarten gleichzeitig befördern kann.
Nebenkosten
Alle dem Fonds zusätzlich aufgebürdeten Kosten wie z.B. Agio, Liquiditätsreserven und Vertriebskosten des Emissionshauses
Negatives steuerliches Ergebnis
Kapitalanlegern eines geschlossenen Fonds werden sowohl tatsächliche als auch reine Buchverluste (insbesondere Abschreibungen) zugewiesen. Durch negative steuerliche Ergebnisse sparen die Anleger Einkommensteuer.
Nettocharterrate
Nettomiete für ein Schiff, nach Abzug von Kommissionen und Bereederungsgebühren von der Bruttocharterrate
Nettoraumzahl (NRZ)
Einheit bei der Schiffsvermessung, gibt die Verwendungsmöglichkeit eines Schiffes an, während die BRZ (Bruttoraumzahl) die Gesamtgröße des Schiffes definiert (siehe Tonnage).
Nettotonnage (NRT)
Nur Rauminhalt des Frachtraums. Die Tonnagesteuer (siehe Tonnagesteuer) orientiert sich an der Nettoraumzahl (siehe auch dwt).
Oberfinanzdirektion (OFD)
Ist für die Leitung der Finanzverwaltung des Bundes und des Landes zuständig.
OBO-Carrier
Frachter für Erz (engl. ore), Massengüter (engl. bulk), Öl (engl. oil)
Off-hire
Zeitraum, in dem ein Schiff keine Beschäftigung hat oder technisch nicht einsetzbar ist.
Offenes Schiffsregister
Schiffsregister, das auch Schiffe aus anderen Staaten aufnimmt und so das Ausflaggen von Schiffen ermöglicht. Die Nationalität der Eigentümer und die des Schiffes unterscheiden sich. Die größten offenen Schiffsregister unterhalten Liberia, Panama und Singapur.
Panamax-Schiff
Schiff, das noch den Panama-Kanal passieren kann. Maximale Abmessungen: 294,13 m Länge; 32,31 m Breite; 12,04 m Tiefgang, ca. 80.000 tdw.
Platzierungsgarantie
Zusicherung gegenüber der Gesellschaft, dass das Fondskapital eines geschlossenen Fonds vollständig gezeichnet wird. Bedeutet zusätzliche Sicherheit für den Anleger, da das Erreichen des Investitionsziels gewährt ist.
Pool
Schiffe, die gemeinsam unter der Regie eines Koordinators (Poolmanagers) als Einheit betrachtet werden und deren Erträge zuerst kumuliert und anschließend nach einem festgelegten Schlüssel wieder auf die einzelnen Schiffe verteilt werden, bezeichnet man allgemein als Pool. Meist werden dabei typähnliche Schiffe in unterschiedlichen Fahrtgebieten im Spot-Markt (vgl. dort) eingesetzt.
Post-Panamax-Schiff
Schiff, das die für den Panamakanal höchstzulässigen Abmessungen überschreitet.
Private Placement
Platzierung einer Unternehmensbeteiligung unter wenigen Anlegern. Dadurch ergeben sich relativ hohe Zeichnungssummen.
Produkten-/Chemikalientanker
Tanker, die neben reinen Ölprodukten wie Benzin, Gasöl, Dieselöl auch Speiseöl, Säuren, Laugen und andere aggressive Chemikalien befördern.
Prognoserechnung
In der prognostizierten Liquiditätsrechnung werden die kalkulierten Einnahmenüberschüsse der Fondsgesellschaft dargestellt, aus denen die prognostizierten Ausschüttungen der Fondsgesellschaft an die Anleger gezahlt werden sollen. In der steuerlichen Prognose wird auf Basis der prognostizierten Liquiditätsrechnung das voraussichtliche steuerliche Ergebnis dargestellt.
Projektladung
Heterogene Ladungszusammensetzung innerhalb einer Partie, wie z.B. Verladung einer zerlegten Fabrik oder einer Großanlage (Bauteile, Maschinen, Fahrzeuge, Stahlprodukte etc.)
Prospekt
Der Emissionsprospekt gibt dem Anlageinteressenten ausführliche Informationen über die geplante Investition und ihre prognostizierte Rentabilität. Des Weiteren enthält er Erläuterungen zum rechtlichen und steuerlichen Konzept sowie zu den zugrunde liegenden Leistungsverträgen und Partnern.
Pr-Sp
Prospektprüfung
Ein vom Prospektherausgeber in Auftrag gegebener und von einem Wirtschaftsprüfer oder einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellter Prüfbericht. Die Prospektprüfung hat die Aufgabe, festzustellen, ob der Emissionsprospekt die für die Entscheidung eines Kapitalanlegers wesentlichen Angaben vollständig und richtig enthält (gem. IDWS4)
Prospektprüfungsbericht
Bestätigung eines unabhängigen Prüfers über die Richtigkeit der im Prospekt gemachten Angaben hinsichtlich beteiligter Personen, Verträge etc.
Reederei, Reeder
Schiffseigner im Sinne von Schifffahrtsunternehmen die Eigentümer- gesellschaft des Schiffes.
Reefer
Isolierter Container mit Kühlaggregat (Kühlcontainer)
Rendite
Es gibt vielfältige Methoden zur Errechnung der Rendite. Sie sind häufig nicht miteinander vergleichbar. Das finanzmathematische Ergebnis nach der Methode des „Internen Zinsfußes“ (IRR, siehe Interner Zinsfuß) ermittelt die Rendite des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals. Die so ermittelte Verzinsung sollte nicht alleiniges Entscheidungskriterium sein, da sie systematische Unschärfen aufweist.
Reisecharter
Charterrate, die Schiffe für eine einzelne oder mehrere Reisen auf dem sog. Spot-Markt (vgl. dort) erhalten. Die Ratenhöhe wird dabei meist nicht für einen festen Zeitraum vereinbart, sondern für eine fest definierte Strecke, auf der eine konkrete Ladung abzufahren ist.
Ro-Ro
Roll-on-Roll-off. Ro-Ro-Schiffe verfügen über eine Bugklappe oder Heckladerampe, um Schienen- oder Straßenfahrzeuge einschließlich Anhänger aufnehmen zu können.
Rohöl
Bezeichnet das unbearbeitete, entgaste und entwässerte Erdöl.
Round-the-World-Dienst
Liniendienste, die nicht zwischen zwei Regionen pendeln, sondern die die Welt in eine Richtung (ostwärts oder westwärts) umfahren und so ein Hafennetz bedienen und weltumspannende Transporte anbieten
Schüttgut
Schüttbare Güter, wie z. B. Getreide, Kohle, Erz, Kies, Sand oder Steine
Schenkungsteuerlicher Wert
Grundlage des schenkungsteuerlichen Wertes einer gewerblichen Unternehmensbeteiligung bildet das Kapitalkonto der Kommanditisten, in dem die Liquiditätsströme und steuerlichen Ergebnisse abgebildet sind. Dabei werden Ausschüttungen wie Entnahmen behandelt.
Schiffsbetriebskosten
Um das Schiff 365 Tage im Jahr in Fahrt zu halten, fallen neben Ausgaben für die Besatzung auch Kosten für die Ausrüstung, Schmieröl, mögliche Reparaturen und Versicherungen an.
Schiffshypothekendarlehen
Bankdarlehen. Die Darlehensforderung ist durch Eintragung einer Schiffshypothek im Seeschiffsregister abgesichert.
Schiffsregister
Verzeichnis aller Schiffe unter der Flagge eines Staates. In Deutschland wird es vom jeweils zuständigen Amtsgericht geführt. Das Schiffsregister ist in die drei Abteilungen Identitätsangaben des Schiffes (z. B. Größe), Eigentumsverhältnisse und Rechte Dritter (z. B. Hypotheken) aufgeteilt. Man unterscheidet generell zwischen offenen und geschlossenen Registern. Letztere sind nur Reedern zugänglich, die ihren Hauptsitz in dem jeweiligen Staat haben.
Seemeile
1 sm = 1,852 km. Berechnung: Äquatorumfang (40.000 km) = 360 Längengrade, 60 Minuten = 1 sm
Seeschiffsregister
Öffentliches, bei den Amtsgerichten geführtes Register, das über Rechtsverhältnisse an Schiffen Auskunft gibt.
Sensitivitätsanalyse
Darstellung der Auswirkung von etwaigen nicht planbaren oder beeinflussbaren zukünftigen Veränderungen wesentlicher Einflussfaktoren auf künftige Entwicklungen der Wirtschaftlichkeit der Kapitalanlage (unterschiedliche Szenarien)
Single-Decker
Schiff mit nur einem Deck (dem Wetterdeck), ohne horizontale Unterteilung des Laderaumes
Slot
Containerstellplatz auf einem Schiff.
Spot-Markt
Chartermarkt, auf dem Schiffe kurzfristig für eine fest definierte Reise oder einen kurzen Zeitraum Beschäftigung finden. Auf dem Spot-Markt werden so beispielsweise Schiffe aus Pools beschäftigt und zu pro Reise festgelegten Reisechartern bezahlt.
St-Tr
Stückgut
Güter bzw. Packstücke, die stückweise, also einzeln zu verladen sind wie z. B. Kisten, Kartons, Fässer und Paletten. Gegenteil: Massengu
Steuerbord
Rechte Seite eines Schiffes in Fahrtrichtung, grüne Kennung (Gegenteil: Backbord)
Steuerliches Ergebnis
Positiver oder negativer Saldo der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eines Unternehmens unter steuerrechtlichen Bedingungen, der vom handelsrechtlichen Ergebnis abweicht.
Stille Beteiligung
Ein Investor investiert Kapital für eine bestimmte Laufzeit, ohne selbst direkter Gesellschafter zu werden. Die Beteiligung kann anonym bleiben und wird nicht ins Handelsregister eingetragen (still).
Stiller Gesellschafter
Beteiligt sich an einem Unternehmen mit einer Einlage, die in das Vermögen der Gesellschaft übergeht. In den meisten Fällen wir die Einlage mit einem vertraglich festgelegten Zinssatz verzinst, und der Stille Gesellschafter nimmt nicht am Ergebnis der Gesellschaft teil.
Suezmax
Größenbezeichnung für Schiffe, die eine Tragfähigkeit von max. 150.000 tdw haben und daher durch den Suezkanal fahren dürfen.
Szenarien
Planungstechnik, um Chancen und Risiken einer strategischen Entscheidung besser abschätzen zu können. Es werden üblicherweise drei Modelle dargestellt, darunter die beiden Extreme "Best Case" (siehe Worst Case) und "Worst Case" (siehe Worst Case) und ein "Real Case" Modell, mit dessen Eintritt man am meisten rechnet.
Tanker
Seeschiff zum Transport von flüssiger und/oder gasförmiger Ladung.
Tdw
Tons deadweight. Tragfähigkeit des Schiffes in Tonnen.
TEU
Twenty Foot Equivalent Unit: 20' -ISO- Containereinheit. Statistische Recheneinheit, die im Containerverkehr benutzt wird. „14 t homogen” ist das Stardardmaß, um Gewicht zu messen. Es wird unterstellt, dass jeder Standardcontainer mit 14 Tonnen beladen ist. Beide Angaben zusammen ermöglichen erst eine Einschätzung der Belastbarkeit des Schiffes.
Tiefgang
Abstand zwischen dem absolut tiefsten Punkt des Schiffes (Unterkante Kiel) und der tatsächlichen Wasserlinie
Tilgung
Ab- oder Rückzahlung einer langfristigen Schuld. Die Tilgung erfolgt normalerweise in viertel- oder halbjährlichen gleichförmigen Raten.
Timecharter
Zeitcharter ( siehe Charterer)
Tonnage
Begriff aus der behördlichen Schiffsvermessung zum Zwecke der Gebührenerhebung oder als Maß für die Ermittlung des nutzbringenden Raumes in Bezug auf seine Aufnahmefähigkeit an Gewicht und Volumen der zu transportierenden Ladung. Seit 1999 ist dies auch als Basis für die pauschalierte Gewinnermittlung relevant (siehe Tonnagesteuer).
Tonnagesteuer
Möglichkeit, eine pauschalierte Gewinnermittlung in Abhängigkeit von der im internationalen Schiffsverkehr eingesetzten Tonnage vorzunehmen. An diese Gewinnermittlungsart ist die Gesellschaft dann für zehn Jahre gebunden.
Totalüberschuss
Überschuss der Einnahmen über die Verluste der Anfangsjahre
Tragfähigkeit
Fähigkeit eines Schiffes, ein bestimmtes Gewicht zu tragen. Die Tragfähigkeit wird wie folgt festgestellt: Wasserverdrängung des bis zur höchstzulässigen Lademarke belasteten Schiffes in Tonnen (Gross Deplacement) geteilt durch die Wasserverdrängung des unbelasteten Schiffes in Tonnen (Net Deplacement oder Net Weight Ship). Engl.: Tons Deadweight All Told (tdwat).
Trampschifffahrt
Bedarfsfahrt: Sie dient vornehmlich der Beförderung von Massengütern. Die Trampschifffahrt hat keinen festen Fahrplan und nimmt Ladung dort auf, wo sie angeboten wird. Die Frachtraten richten sich nach Angebot und Nachfrage.
Treugeber
ist eine Person, die Eigentum an Sachen und/oder Rechten auf einen Treuhänder überträgt, so daß diesem die volle Rechtsstellung eines Eigentümers verliehen wird.
Treuhänder
auch Treunehmer genannt, ist eine natürliche oder juristische Person, die fremdes Eigentum in eigenem Namen, aber für fremde Interessen verwaltet.
Tr-Zi
Treuhandgebühr
Auch: Verwaltungsgebühr. Jährliche Gebühr, die direkt aus dem Fondsvermögen abgezogen wird und die Kosten der Fondsgesellschaft deckt.
Treuhandgesellschaft
Unternehmen, welches Rechte oder Sachen als Eigenrechte empfängt, mit der Bestimmung, sie nur im Interesse des Treugebers zu gebrauchen. Geldmittel die verwaltet werden, werden auf ein Treuhandkonto (Anderkonto) eingezahlt.
Treuhandvertrag
Regelt Rechte und Pflichten von Treuhänder (Treunehmer) und Treugeber.
ULCC-Tanker
Engl.: Ultra Large Crude Carrier. Rohöltanker ab ca. 320.000 tdw
Umschlag
Be- und Entladen von Ladung im Hafen und auf See.
Umladehafen
Hafen, in dem Güter vom Seeschiff in ein Feederschiff oder auf andere Verkehrsmittel zum Weitertransport an den Bestimmungsort umgeladen werden. Der logistische Ablauf erfolgt natürlich auch in umgekehrter Reihenfolge.
Unterschiedsbetrag
Im Jahr des Wechsels zur Tonnagesteuer sind der Unterschiedsbetrag zwischen Buch- und Teilwert des Schiffes sowie sonstige im Betriebsvermögen der Beteiligungsgesellschaft vorhandene stille Reserven festzustellen, die bei der Veräußerung des Schiffes oder im Falle einer Rücknahme der Option zur Tonnagesteuer nach Ablauf der zehnjährigen Bindungsfrist unabhängig vom tatsächlich erzielten Veräußerungserlös zu versteuern sind.
Variabler Zinssatz
Zinssatz, dessen Bemessungsgrundlage die Refinanzierungskosten der darlehensgebenden Bank zuzüglich einer zu vereinbarenden Marge (Basispunkte) ist.
Veräußerungserlös
Der Fondsgesellschaft liquiditätsmäßig zufließender Betrag aus dem Verkauf des Veräußerungsgegenstandes.
Veräußerungsgewinn
Steuerlich relevante Differenz zwischen dem erzielten Veräußerungserlös und dem Restbuchwert des Veräußerungsgegenstandes zum Zeitpunkt des Verkaufs.
Verlängerungsoption
Recht einer Vertragspartei, die Laufzeit eines Vertrages durch einseitige Erklärung ein- oder mehrmals um bestimmte Zeiträume zu verlängern.
Vertragsreeder
Schifffahrtsunternehmen, welches von der Beteiligungsgesellschaft mit der Bereederung des Schiffes beauftragt wird. Er ist für die technische und kommerzielle Betreuung des Schiffes verantwortlich. Der Umfang der Dienstleistung wird im Bereederungsvertrag vereinbart.
Vollcontainerschiff
Ein Seeschiff, dass in erster Linie für den Transport von Containern konstruiert und gebaut wird.
Währungschance
Chance, durch vorteilige Schwankung des Wechsel- oder Umtauschkurses zweier Währungen, Gewinn zu erzielen. Der Währungschance steht in gleichem Ausmaß das Währungsrisiko gegenüber.
Währungsrisiko
Risiko, durch nachteilige Schwankung des Wechsel- oder Umtauschkurses zweier Währungen, Geld zu verlieren. Dem Währungsrisiko steht in gleichem Ausmaß die Währungschance gegenüber.
Wechselkursrisiko
Risiko, der Veränderung des Kurses einer Währung gegenüber einer anderen Währung.
Worst Case
Im "Worst Case"-Szenarium werden im Gegensatz zum "Best Case" die denkbar ungünstigsten Entwicklungsmöglichkeiten nach einer strategischen Entscheidung abgedeckt.
Zeitcharter
Entgeltliche Überlassung eines voll ausgerüsteten Schiffes inklusive Besatzung für einen bestimmten Zeitraum.
Zinsbindung
Bei einer Zinsbindung werden die Zinsen eines Darlehens für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben.
Zinsbindungsfrist
Zinsbindungsfristen sind häufig kürzer als die Laufzeit des Darlehens. Nach Ablauf der Zinsbindung kann entweder eine erneute Zins- und Terminvereinbarung erfolgen oder die Zinsen sind danach variabel.
Zinsfestschreibung
Unter der Zinsfestschreibung versteht man den Zeitraum, für den eine Kondition (Zins, bzw. Zins und Tilgung) festgeschrieben ist.
Zi-Zw
Zinssatz
Der Zinssatz drückt die Höhe der Zinsen in Prozent aus.
Zinstermin
Zeitpunkt, zu dem Zinszahlungen fällig sind. Dies ist in der Regel jährlich oder halbjährlich der Fall. Bei einer Festgeldanlage richtet sich der Zinstermin nach der vereinbarten Laufzeit.
Zweitmarkt (Sekundär-, Secondhand-Markt)
Inoffizieller Markt für "gebrauchte" Gesellschaftsanteile, meistens Kommanditanteile. Ein amtlich zugelassener Markt oder eine Börse existieren nicht.
Zwischendeck
Bezeichnung für unter dem Hauptdeck liegende Decks im Schiff mit Höhen von 2 bis 4 Metern, die einen Laderaum horizontal teilen.
Zwischenfinanzierung
Dient zur Überbrückung eines kurzfristigen Kreditbedarfs bis zur Auszahlung der langfristigen Finanzierungsmittel oder bis zur Einwerbung der Eigenkapitals.
Funktionsweise einer Schiffsbeteiligung
Ein Schiff wird durch Eigenkapital und Fremdkapital finanziert. Die Summe des Fremdkapitals wird durch eine Bank zur Verfügung gestellt, die in der Regel zwischen 60 und 75% der Schiffsbeteiligung kreditiert. Das Eigenkapital (zwischen 40 und 25%) wird durch die Anleger aufgebracht.
Das gesamte Investitionsvolumen besteht neben dem Schiffskaufspreis aus weiteren Kosten, die für die Konzeption einer Schiffsbeteiligung anfallen. Diese beinhalten unter anderem Rechts-, Steuerberatungs-, Emissionskosten sowie Gründungskosten für die Gesellschaft . Das Investitionsvolumen der Bank ist höher als das der Investoren, da diese in der Regel eine geringere Renditeerwartung hat als die Anleger. Somit führt das vergleichsweise „günstig“ zur Verfügung gestellte Fremdkapital zu einer höheren Eigenkapitalverzinsung der Investoren.
Die unten aufgeführte Grafik stellt beispielhaft eine Schiffsbeteiligung mit einem Investitionsvolumen von 11 Mio. Euro dar: Der Schiffsbaupreis liegt bei 10 Mio. Euro, wobei zusätzliche Kosten von 1 Mio. Euro anfallen. 7 Mio. Euro werden dabei durch die Bank und 4 Mio. Euro durch die Anleger finanziert. Bei einer Fondslaufzeit von 15 Jahren wurde das Bankdarlehen getilgt und das Schiff ist alleiniges Eigentum der Anleger. Im Durchschnitt besitzt ein Schiff eine wirtschaftlich sinnvolle Nutzungsdauer von etwa 25 Jahren. Nach dem Ablauf der 15 jährigen Fondslaufzeit hat es daher noch einen theoretischen Restwert von etwa 40% bzw. 4 Mio. Euro - der tatsächliche Restwert unterliegt den Marktschwankungen von Angebot und Nachfrage und kann niedriger oder höher ausfallen - und ist noch weitere 10 Jahre einsetzbar. Diese Summe kommt den privaten Anlegern durch den Verkauf des Schiffes zu, da das Darlehen der Bank abbezahlt wurde. Somit stellt das Anlageobjekt Schiff neben laufenden Auszahlungen auch eine gute Substanz dar, die nur Sachwertinvestitionen ermöglichen.
Beteiligte Partner
Der Anleger beteiligt sich über eine Kommanditgesellschaft an einem Schiffsfonds und wird damit Mitunternehmer einer Gesellschaft, die ein Schiff erwirbt und dann verchartert. Aus der Charterrate werden die laufenden Kosten finanziert. Er partizipiert an den wirtschaftlichen und steuerlichen Ergebnissen sowie dem Veräußerungserlös des Schiffes.
Die Ownership Treuhand GmbH (Treuhandgesellschaft) fungiert als Schnittstelle zwischen den Reedereien, den Banken, dem Emissionshaus und den Anlegern und vertritt die Interessen der Investoren.
Das Ownership Emissionshaus GmbH erstellt das Gesamtkonzept, führt die beteiligten Partner zusammen und vertreibt die Beteiligungen über qualifizierte Vertriebspartner an Privatanleger.
Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte beraten die Schifffahrtsgesellschaft hinsichtlich steuerlichen und juristischen Fragen.
Die Schifffahrtsgesellschaft erwirbt das Schiff, beauftragt das Emissionshaus mit der Einwerbung des Eigenkapitals und der Beschaffung des Fremdkapitals. Sie besteht mindestens aus einer Einschiffsgesellschaft, die sich gegebenenfalls in einem Dachfonds oder einem Flottenfonds gründet.
Der Reeder verantwortet die Beschäftigung des Schiffes und deren Betrieb (die Besatzung, das Abschließen der Versicherungen, die Versorgung mit der erforderlichen Ausrüstung, die Wartung und Pflege).
Die Vertriebspartner können unabhängige oder institutionelle Finanzberater sein, die den Anleger beraten. Sie stellen eine Schnittstelle zwischen dem Anleger und dem Emissionshaus dar.
Die Banken stellen das Fremdkapital für die Schiffsfinanzierung zur Verfügung.
Der Charterer ist der Mieter oder Pächter eines Schiffes für einen festgelegten Zeitraum oder eine Strecke. Im Gegenzug zahlt er die Charterrate.
FAQ
FAQ Seite 1
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Wie funktioniert eine Schiffsbeteiligung?
Ein Schiff wird durch Eigenkapital und Fremdkapital finanziert. Die Summe des Fremdkapitals wird durch eine Bank zur Verfügung gestellt, die in der Regel zwischen 60 und 75% der Schiffsbeteiligung kreditiert. Das Eigenkapital (zwischen 40 und 25%) wird durch die Anleger aufgebracht.
Das gesamte Investitionsvolumen besteht neben dem Schiffskaufspreis aus weiteren Kosten, die für die Konzeption einer Schiffsbeteiligung anfallen. Diese beinhalten unter anderem Rechts-, Steuerberatungs-, Emissionskosten sowie Gründungskosten für die Gesellschaft. Das Investitionsvolumen der Bank ist höher als das der Investoren, da diese in der Regel eine geringere Renditeerwartung hat als die Anleger. Somit führt das vergleichsweise „günstig“ zur Verfügung gestellte Fremdkapital zu einer höheren Eigenkapitalverzinsung der Investoren.
Wer sind die beteiligten Partner?
Die beteiligten Partner bei einer Schiffsfinanzierung sind:
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Der Anleger beteiligt sich über eine Kommanditgesellschaft an einem Schiffsfonds und wird damit Mitunternehmer einer Gesellschaft, die ein Schiff erwirbt und dann verchartert. Aus der Charterrate (=Einnahmen) werden die laufenden Kosten finanziert. Er partizipiert an den wirtschaftlichen und steuerlichen Ergebnissen sowie dem Veräußerungserlös des Schiffes.
Die Treuhandgesellschaft fungiert als Schnittstelle zwischen den Reedereien, den Banken, dem Emissionshaus und den Anlegern und vertritt die Interessen der Investoren.
Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte beraten die Schifffahrtsgesellschaft hinsichtlich steuerlichen und juristischen Fragen.
Die Schifffahrtsgesellschaft erwirbt das Schiff, beauftragt das Emissionshaus mit der Einwerbung des Eigenkapitals und der Beschaffung des Fremdkapitals. Sie besteht mindestens aus einer Einschiffsgesellschaft, die sich gegebenenfalls in einem Dachfonds oder einem Flottenfonds gründet.
Das Emissionshaus erstellt das Gesamtkonzept, führt die Partner zusammen und vertreibt die Beteiligungen über qualifizierte Vertriebspartner an Privatanleger.
Der Vertragsreeeder verantwortet die Beschäftigung des Schiffes und deren Betrieb (die Besatzung, das Abschließen der Versicherungen, die Versorgung mit der erforderlichen Ausrüstung, die Wartung und Pflege).
Die Vertriebspartner können unabhängige oder institutionelle Finanzberater sein, die den Anleger beraten. Sie stellen eine Schnittstelle zwischen dem Anleger und dem Emissionshaus über die Treuhandgesellschaft dar.
Die Banken stellen das Fremdkapital für die Schiffsfinanzierung zur Verfügung.
Der Charterer ist der Mieter oder Pächter eines Schiffes für einen festgelegten Zeitraum oder eine Strecke. Im Gegenzug zahlt er die Charterrate, die die Einnahmen für die Schiffsgesellschaft darstellt.
FAQ Seite 2
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Was ist ein Emissionshaus?
Das Emissionshaus erstellt das Gesamtkonzept für eine Schiffsbeteiligung, führt die beteiligten Partner wie Banken, Reedereien und Charterern zusammen und vertreibt die Schiffsfonds über qualifizierte Vertriebspartner an Privatanleger.
Was ist ein Emissionsprospekt?
Ein Emissionsprospekt (engl.: Offering Memorandum) ist ein Dokument in Heftform von bis zu mehreren hundert A4-Seiten. Er beinhaltet die wesentlichen Eckdaten mit allen Zahlen, Fakten und Bilanzen und Verträgen des geschlossenen Fonds. Auch industrielle Hintergründe, politische Gegebenheiten und Marktsituationen können in dem Prospekt aufgeführt werden. Der Emissionsprospekt bildet die Rechtsgrundlage für den Beitritt von Kommanditisten. Nach dem Verkaufsprospektgesetz muss seit Juli 2005 ein Anbieter für im Inland öffentlich angebotene Anteile, die eine Unternehmensbeteiligung darstellen, einen
Verkaufsprospekt erstellen. Zuvor basierte die Prospektierung auf freiwilligen Standards.
Welche Funktion hat die Treuhandgesellschaft?
Die OwnerShip Treuhand fungiert als zentrale Instanz für alle bei einer Schiffsbeteiligung vertretenen Partnern. Sie ist kommunikative Schnittstelle zwischen Reedereien, Banken, Vertriebspartnern und den Anlegern und nimmt die in Verträgen geregelten Rechte und Pflichten der Investoren wahr. Dies geschieht durch ein intensives und regelmäßiges Controlling der beteiligten Reedereien. Die Treuhand analysiert und aggregiert Bilanzen und Budgets, Vorschauen und Planrechnungen, um ggf. ihren Einfluss geltend zu machen.
Es findet eine umfassende Information über wirtschaftliche und steuerliche Faktoren aller Schiffsfonds statt. Sie ist Ansprechpartnerin für Finanzberater und allen interessierten Anlegern bei spezifischen Fragen hinsichtlich der einzelnen Schiffsfonds.
Warum soll ich eine Schiffsbeteiligung zeichnen?
Schiffsbeteiligungen haben eine jahrhundertelange Tradition. Anleger partizipieren dabei unbegrenzt am wirtschaftlichen Erfolg des professionell gemanagten Schiffes, wobei das unternehmerische Risiko grundsätzlich auf die Höhe ihrer Einlagen begrenzt ist. Die Auszahlungen an die Anleger erfolgen in der Regel halbjährlich und steigern sich im Zeitablauf. Nach Ablauf der Fondslaufzeit wird das Schiff veräußert. Selbst der Schrottwert des Schiffes liegt in etwa bei 10 % des ursprünglichen Wertes. Bei Schiffsbeteiligungen handelt es sich somit um besonders profitable Anlageobjekte.
Warum soll ich eine Schiffsbeteiligung von OwnerShip zeichnen?
Bei OwnerShip ist das Know-how aus der Schifffahrt und der Schiffsfinanzierung eng miteinander verknüpft. Management und Mitarbeiter haben in ihren unterschiedlichen Fachgebieten eine lange Erfahrung und hohe Kompetenz, mit der sie gemeinsam hochwertige Projekte für Privatanleger konzipieren und umsetzen.
Die genaue Kenntnis des Marktes und die bewusst gewählte Unabhängigkeit von Banken, Werften, Reedereien, Charterern und Vertriebspartnern erlauben es OwnerShip, nur Fonds aufzulegen, die hohe Sicherheit und Rendite versprechen. Das schließt die Freiheit mit ein, etwas nicht zu machen, das im Haus selbst nicht uneingeschränkt überzeugt. Der außerordentliche Qualitätsanspruch von OwnerShip wird durch die laufende Beobachtung der verschiedenen Entwicklungen auf den Märkten und durch die Zusammenarbeit mit renommierten und ebenfalls ungebundenen Branchenexperten gewährleistet.
Was sind offene Fonds?
Offene Fonds kaufen in der Regel Aktien, Anleihen oder Immobilien wenn sie genug flüssige Mittel in der Kasse haben bzw. wenn Anleger eine hohe Summe zusätzlich eingezahlt haben.
Anteile können in der Regel jederzeit gekauft und zurückgegeben werden. Die Anzahl der umlaufenden Anteile ist nicht begrenzt und erhöht sich entsprechend der Summe an neu angelegtem Kapital.
Eine Alternative zu offenen sind geschlossene Fonds.
Was sind geschlossene Fonds?
Bevor die Finanzierung von der Anlegerschaft aufgebracht wird, wird in der Regel ein Objekt gekauft und prospektiert. Der Anleger kennt dabei das Objekt, in das er investiert.
Die Mittel werden durch den Verkauf einer bestimmten, von vornherein begrenzten Anzahl von Anteilen, aufgebracht.
Bei Erreichen des geplanten Volumens wird der Fonds geschlossen und die Ausgabe von Anteilen eingestellt.
Der geschlossene Fonds unterliegt freien Preisbildungen und wird - je nach
Angebot und Nachfrage - häufig mit einem Aufschlag oder mit einem Abschlag -
gegenüber seinem Inventarwert (= fairer Wert) gehandelt. Die Anleger haben keinen Anspruch auf Rücknahme der Anteile; sie können aber an Dritte (ggf. über eine Börse) verkauft werden.
Direkte unternehmerische Beteiligung mit einem konkreten Investitionsobjekt
Schiffsfonds sind stets geschlossene Fonds.
FAQ Seite 3
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Was bedeutet die Tonnagesteuer?
Der Begriff „Tonnagesteuer“ vermittelt leicht ein falsches Bild. Es ist weder eine Steuer, noch wird eine Steuer ermittelt. Vielmehr handelt es sich um eine Form der Gewinnermittlung bei Handelsschiffen, die der Gesetzgeber zum 1. Januar 1999 eingeführt hat. Ziel war es, die Besteuerung von Schifffahrtsgesellschaften in Deutschland den Standards in der Europäischen Union (EU) anzugleichen.
Die Tonnagesteuer soll dafür sorgen, dass sowohl Beschäftigung als auch Wertschöpfung der Schifffahrtsgesellschaften im Inland stattfinden.
Der Vorteil für den Investor besteht darin, dass der zu versteuernde Gewinn der Schifffahrtsgesellschaft nicht mehr nach dem tatsächlich erwirtschafteten Einkommen ermittelt wird, sondern pauschal nach dem Raumgehalt des Schiffes, das bedeutet nach der Tonnage.
Dieser ermittelte Gewinn ist sehr gering und die Investoren müssen nur einen niedrigen Betrag versteuern. Das gilt auch dann, wenn das Schiff ein sehr positives Ergebnis einfährt und die Auszahlungen an die Anleger hoch sind. Denn die Einkünfte werden unabhängig davon berechnet.
Im Vergleich beispielsweise zu einem festverzinslichen Wertpapier schneidet eine Schiffsbeteiligung mit Gewinnermittlung nach Tonnagesteuer daher ausgesprochen gut ab: Die Anleger können die Auszahlungen ohne Anrechnung auf die Sparerfreibeträge vereinnahmen – und zwar nahezu steuerfrei, da es sich bei den Erträgen nicht um die Einkommentart aus Kapitalvermögen, sondern aus Gewerbebetrieb handelt.
Worauf sollte man bei einer Schiffsbeteiligung besonders achten?
Zunächst muss sich ein Anleger über seine Wünsche, die er an eine Schiffsbeteiligung hat, klar werden. Ein Emissionshaus hat die Möglichkeit, Fonds mit unterschiedlichen
Signifikanzen zu konzipieren, die den verschiedenen Bedürfnissen der einzelnen Anleger entsprechen. Individuelle Fragen, die es unter anderem bei einer Schiffsbeteiligung zu klären gilt, sind der Grad der Sicherheits- und Chancenorientierung, die Höhe der Investitionssumme, in welcher Währung und über welchen Zeitraum das Kapital angelegt werden soll.
Ein Anleger sollte jedoch, bevor er einen bestimmten Schiffsfonds zeichnet, darauf achten, dass die Schiffe im Fonds ein marktgängiges und zukunftssicheres Design auszeichnet. Der abgeschlossene Chartervertrag sollte der aktuellen Marktsituation angepasst sein (vgl. Bereich Charter) , sodass ein gesundes Verhältnis zwischen Sicherheit gegen sinkende Charterraten und Chance bei steigenden Märkten vorhanden ist. Zudem sollte es für den Anleger von großem Interesse sein, dass eine planmäßige und schnelle Entschuldung des Fremdkapitals stattfindet.
Hinsichtlich der beteiligten Partner sind die Bonitätsstärke des Charterers, ein renommierter Vertragsreeder sowie ein Emissionshaus mit Erfahrung im Bereich Schiffsbeteiligungen von großer Relevanz.
Welche Chancen bringen eine Schiffsbeteiligung mit sich?
Bei einer Schiffsbeteiligung sind nach Ablauf einer möglichen Festchartervereinbarung höhere als die angenommenen Charterraten möglich. Chancen beinhalten außerdem die attraktive Vor- und Nachsteuerrenditen, die Partizipation am stetigen Wachstum des Welthandels und die Möglichkeit der weltweiten Einsatzmöglichkeiten der Schiffe. Bei Schiffen handelt es sich um eine Sachwertinvestition und sogar ihr Schrottwert liegt in etwa bei 10 % des ursprünglichen Wertes.
Hinsichtlich der Schiffsbetriebskosten besteht die Chance auf Unterschreitung der kalkulierten Kosten. Im Weiteren sind Fondsanteile unter steuerlich günstigen Aspekten übertragbar.
Schiffsbeteiligungen können außerdem erhebliche Währungschancen mit sich bringen.
Welche Risiken bringen eine Schiffsbeteiligung mit sich?
Jede Schiffsbeteiligung ist ein unternehmerisches Risiko und kann keine Garantie auf eine bestimmte Rendite liefern. Während und nach Ablauf der Festcharter sind z.B. durch Ausfall des Charterers oder aufgrund gesunkener Frachtraten niedrigere Charterraten möglich. Im Zuge einer besonderen kritischen Entwicklung ist eine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit der Einschiffsgesellschaft möglich. Zudem bestehen Währungsrisiken sowie Risiken der Überschreitung der kalkulierten Kosten.
Wie hoch sind die Auszahlungen im Durchschnitt?
Auszahlungen an die Investoren erfolgen in der Regel halbjährlich und variieren je nach Schiffsfonds. In etwa liegen sie im ersten vollen Betriebsjahr eines Schiffes bei 8 % p.a. und steigern sich mit den Jahren.
Wie hoch ist in etwa die Mindestbeteiligung bei den OwnerShip-Fonds?
Die Mindestbeteiligung beträgt in der Regel 15.000 Euro bzw. 15.000 US-Dollar.
Wie gestaltet sich die Fondslaufzeit der OwnerShip-Beteiligungen?
Die Fondslaufzeiten der OwnerShip-Beteiligungen liegen zwischen 9 und 15 Jahren.


